Yamamoto Masao

15. September bis 23. Dezember 2018

Eröffnung: Freitag, 14. September 2018, 19.00-21.00 Uhr

Yamamoto Masao, 1957 in Gamagori in der japanischen Präfektur Aichi geboren, hat ursprünglich Ölmalerei studiert, bevor er vor die Fotografie als ein ideales Medium entdeckte, das in besonderer Weise Erinnerungen zu evozieren vermag. Yamamoto ist bekannt für seine kleinformatigen Silbergelatineabzüge, die er durch Tönung, Übermalung oder andere manuelle Eingriffe so bearbeitet, dass sie Objektcharakter erhalten und Reminiszenzen an Vergangenes mit sich führen. So divers seine Motive sind, stets kommt in seinen Bildern die durch den chinesischen Philosophen Laotse geprägte, demütige Auffassung zum Ausdruck, dass der Mensch nur ein kleiner Teil der Natur ist, die wiederum nur einen winzigen Teil eines immensen Kosmos darstellt.

Für die Alfred Ehrhardt Stiftung wird Yamamoto in die ihm eigene, installative Wandabwicklung ausgewählte Werke von Alfred Ehrhardt fast unscheinbar einbinden. Für Yamamoto zählt besonders Ehrhardts ›konstruktiver und struktureller Blick auf die Schönheit der Natur, der die Kunstformen der Natur als visuelles Archiv anlegt‹. Seine Arbeit demonstriert eine fundamentale Entsprechung zwischen Ehrhardts naturphilosophisch geprägter Weltsicht und seiner eigenen, japanischen Natursicht. Zusätzlich zeigt Yamamoto Aufnahmen seiner Serie ›Shizuka‹ (›gesäubert, rein, unbefleckt‹) von Fundstücken aus dem Wald, der seinen Wohnort umgibt und die für ihn ›wie kostbare Kleinode den friedlichen Atem der Natur in sich tragen‹.

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