Neues Sehen - Neue Sachlichkeit. Fotografische Positionen in Westfalen vom Bauhaus bis heute, Hagen

Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen im Osthaus Museum Hagen in Kooperation mit dem Fotografen Dieter Blase
22. Juni – 18. August 2019 (Eröffnung am 21. Juni 2019)


Am Bauhaus wurde auch im Bereich der Fotografie eine innovative Bildsprache entwickelt. Sie bezog sich wesentlich auf die sachliche Fotografie, die vor allem Albert Renger-Patzsch geprägt hatte, ein Fotograf, der auch für Karl Ernst Osthaus tätig gewesen war. Von Renger-Patzsch stammen die bekanntesten Osthaus-Portraits, die um 1920 im Wintergarten des Hohenhofs aufgenommen wurden. 1922 übernahm Renger-Patzsch die Leitung des Bildarchivs des Folkwang-Verlages in Hagen. Ab dem Jahr 1929 wurde Fotografie von Walter Peterhans – einem weiteren Vertreter der Neuen Sachlichkeit – als Lehrfach am Bauhaus unterrichtet.

Die Ausstellung „Fotografie und Bauhaus“ zeigt, wie die klassische Moderne Impulse aus Westfalen erhielt: Albert Renger-Patzsch erweiterte mit den „Ruhrgebietslandschaften 1927-1935“ Kompositionsschemata und Motivspektrum des Bauhausstiles – Anregungen, die von Otto Steinert aufgegriffen und weiterentwickelt wurden. Damit ist die künstlerische Fotografie in Westfalen nicht nur um regionalspezifische Motive bereichert worden, sondern auch um international bedeutende Fotografen, wie Albert Renger-Patzsch (Möhnesee-Wamel), Otto Steinert (Essen) Ulrich Mack (Dortmund) und Rudi Angenendt (Dortmund). So wurden Architektur und Landschaft Westfalens zum Thema für die klassische Moderne. Die ausgestellten Arbeiten zeigen, dass sich die westfälischen Fotografen im künstlerischen Spannungsfeld von Dokumentation und Abstraktion bewegten.

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