Muscheln und Schnecken

1940 - Ende der 60er Jahre

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Durch den Biologen und Darwinisten Ernst Haeckel wurde Ehrhardt die Auffassung vermittelt, dass Naturschau zu Naturerkenntnis führt. Haeckel veranschaulichte seine Art der Naturbetrachtung mit detailgenauen Zeichnungen, an die Ehrhardt mit den Aufnahmen von Muscheln, Schnecken, Tintenfischen, Korallen und Schwämmen anknüpfte. Ehrhardt wollte zeigen, dass die Fülle der Naturformen nicht dem Chaos oder der gestaltlosen Verschwendung entspringt und verdeutlichen, "welch streng technische Gesetze die Natur beim Schaffen ihrer Formen beachtet und welch vorbildlicher architektonischer und motorischer Geist diese Lebewesen beim Entwickeln ihrer Körper-, Blatt-, Schalen- oder Gehäuseformen bestimmt."

Der Bildband Muscheln und Schnecken erschien 1941 im Heinrich Ellermann Verlag. Über Jahrzehnte seines künstlerischen Schaffens hinweg gab Ehrhardt seiner Faszination für die Formschönheit dieser Meerestiere Ausdruck. Für den Film Spiel der Spiralen (1951), der ihm seinen zweiten Bundesfilmpreis einbrachte, legte er sich eine eigene Muschelsammlung an. Zusammen mit Tanz der Muscheln (1956) und Korallen - Skulpturen der Meere (1964) zählt dieser Film zu seinen formal stärksten und experimentellsten Arbeiten. 1968 erhielt er mit der Wiederveröffentlichung seines Buches unter dem Titel Geprägte Form. Über die Architektur der Schneckengehäuse aus allen Meeren der Welt erneut Aufmerksamkeit.