Lichtbildervortrag und Buchpremiere von PD Dr. Angela Lammert

Von hysterischen Männern, Vampiren, Teufelskreisen und tönernen Ornamenten. Bildung und Bildlichkeit von Notation

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Am Mittwoch, 26. Oktober 2016 um 19.00 Uhr | Eintritt frei | Wir bitten um schriftliche Voranmeldung.

Welches Potential birgt der Begriff der Notation für eine kritische Revision von Index und Fotografie? Wie viel Konstruktion steckt in Chronofotografien hysterischer Männer? Notation vermag zum Kunstwerk zu werden und markiert das dynamische Verhältnis von Idee, Entwurf und Werk in der Gegenwart. Die Verbindung zwischen künstlerischen und nichtkünstlerischen Bildern gilt es unter dem Aspekt der Bildlichkeit in den Blick zu nehmen. Notation wird als formales Formfindungsverfahren jenseits einer Symbol- oder Zeichentheorie verstanden und von der aktuellen Rückbindung an die Musik abgegrenzt.

Angela Lammert ist Leiterin interdisziplinärer Sonderprojekte der Sektion Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste und Privatdozentin am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie wurde 2013 mit der vorliegenden Studie habilitiert und ist Kuratorin zahlreicher Ausstellungen und Publikationen zur Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts. Darunter Räume der Zeichnung, hg. mit  Carolin Meister, Jan-Philipp Frühsorge und Andreas Schalhorn, Nürnberg 2007; Topos Raum. Die Aktualität des Raumes in den Künsten der Gegenwart, hg. mit Michael Diers, Robert Kudielka und Gert Mattenklott, Nürnberg 2005; Konstruktionen von Natur. Von Blossfeldt zur Virtualität, Dresden 2001.

Angela Lammert
Bildung und Bildlichkeit von Notation
Von der frühen Wissenschaftsfotografie zu den Künsten des 20. Jahrhunderts

310 Seiten, mit 142 meist farbigen Abbildungen, Klappenbroschur
ISBN 978-3-88960-149-0
EUR 42,00

Die Verlegerin Luise Metzel wird zur Veranstaltung anwesend sein.

Die Veranstaltung ist Teil des