ALFRED & ME: Künstlergespräch mit David Batchelder und Dr. Christiane Stahl

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Sonntag, 28. April 2019, 14 Uhr
Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Wir bitten um Voranmeldung per E-Mail. Der Eintritt ist frei.
Das Gespräch findet in Englisch statt.

Alfred Ehrhardts fotografisches Erstlingswerk DAS WATT (1933–36) ist eine Ode an die Natur. Es zählt zu den herausragenden Bildleistungen der Avantgarde-Fotografie der 1930er Jahre und bildet die »Crème de la Crème« seines fotografischen Werks. Am Dessauer Bauhaus im Vorkurs von Josef Albers formiert, faszinierten Ehrhardt die durch Wind und Wasser täglich neu entstehenden abstrakten Strukturen im Sand.

Anders als Ehrhardt interessiert sich der US-Fotograf David Batchelder nicht für die Gesetzmäßigkeiten der Struktur, sondern das Chaotische, Absonderliche, Surreale, Nicht-Rationale, kurz: die Welt des Traums und der Fantasie. Batchelders Freiheit des Spielerischen steht gegen Ehrhardts sachliches Ordnungsgefüge, Poesie gegen Wissenschaft. Bewusst geht Batchelder mit der menschlichen Wahrnehmung um: Die Abstraktion des auf wenige Informationen reduzierten Naturmotivs erzeugt verborgene Vorstellungen. 

Christiane Stahl spricht mit David Batchelder über die erstaunlichen Sandformationen am Küstenstreifen der Isle of Palms seines Heimatortes Charleston in South Carolina, die er mit der digitalen Kamera festhält, über seine Suche nach Gesichtern, Figuren, Landschaften und Galaxien auf einem kleinen Stück Strand und über sein Vorbild Alfred Ehrhardt.

David Batchelder (*1939 in Titusville, Pennsylvania), ist emeritierter College Professor und Schulleiter. Er besitzt einen B.A., M.A. und M.F.A. in Art / Photography. Seine Arbeiten waren sowohl in Einzel- als auch in Gruppenausstellungen zu sehen. Batchelders Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen darunter die Addison Gallery of American Art, das Fogg Art Museum der Harvard University und das George Eastman House.