In der Reihe Literaturhaus der Fotografie: Terrapoesie - Lesung und Gespräch mit Daniel Falb

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Moderation: Thomas Böhm (radioeins: Die Literaturagenten)
Mittwoch, 26. Juni 2019, um 19 Uhr
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Voranmeldung per E-Mail.

In seinen herausfordernden Gedichten wirft Daniel Falb einen universellen Blick auf das Leben, in dem wir alle Teil einer langen Kette sind. Immer wieder stehen Fragen der Paläontologie – die Wissenschaft von Lebewesen vergangener Erdzeitalter – und des Klimas im Zentrum. Hinzu kommt das Element des Konservierens und Archivierens.

In der Reihe „Literaturhaus der Fotografie“ wendet Falb seine „terrapoetischen“ lyrischen Schreib- und Betrachtungsweisen auf die Bilder der laufenden Ausstellung DAS WATT: David Batchelder | Alfred Ehrhardt an. So trifft Ehrhardts Avantgarde-Fotografie auf die Avantgarde-Lyrik der Gegenwart des 21. Jahrhunderts.

Neben einem eigens für die Veranstaltung geschriebenen Essay, in dem Falb auf die Strömungsmuster und Sandformationen in den Bildern von Alfred Ehrhardt und David Batchelder eingeht, liest er Texte aus dem Gedichtband „Orchidee und Technofossil“, der gerade im renommierten Berliner Lyrikverlag kookbooks erschienen ist. Darin zeigt Falb – in Anlehnung an den italienischen Philosophen Franco „Bifo“ Berardi, der jüngst die Poesie als Mittel gegen die zerstörerische Macht der Finanzmärkte in Stellung brachte – Gedichte als Hort und Brutstätte neuer Intuitionen und Widerstandsformen für die neue, geologische Zeit.
 

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