Harf Zimmermann - BRAND WAND

21. April bis 24. Juni 2018

Eröffnung: Freitag, 20. April 2018, 19.00-21.00 Uhr

Harf Zimmermann, 1955 in Dresden geboren und in Berlin aufgewachsen, hat noch die Trümmerlandschaften und Lückenarchitektur der Nachkriegsjahre in den für lange Zeit entstellten Städten erlebt. In der Monografie ›BRAND WAND‹, 2014 im Steidl Verlag erschienen, beschreibt der Fotograf auch die Brandwände in Berlin, diesem ›Meer aus Ziegeln‹, als ›Zeugnisse der Katastrophe und des Scheiterns‹. Seit seinem Studium an der HGB Leipzig und seiner Abschlussarbeit bei Arno Fischer ›Hufelandstrasse, 1055 Berlin‹ (1987) fotografiert Zimmermann mit großformatigen Kameras. Über 20 Jahre hinweg war er mit seiner schweren Apparatur an Orten wie Berlin, Leipzig, Dresden oder Warschau unterwegs, auf der Suche nach den Spuren seiner eigenen Geschichte, die sich in die Mauern eingeschrieben hat: Werbung aus Vorkriegs- und Nachkriegszeiten, notdürftige Reparaturen, Graffiti der 1990er Jahre, zeitgenössische Sanierungen, oder alles auf einmal. Von Gras und Efeu überwuchert, mit wilden Bäumen davor, die irgendwann die Gebäude überragt haben, wie ein Dschungel, der sich zurückholt was ihm zusteht. Unbeachtet und unbemerkt von den meisten, dabei wirken sogar die Spuren der Verwüstung manchmal wie abstrakte Malerei.

Harf Zimmermann, Brandwand #48, C-Print, 177 x 219 cm, ©Harf Zimmermann 2010.jpg
Harf Zimmermann, Brandwand #9, C-Print, 177 x 219 cm, ©Harf Zimmermann 2010.jpg