Literaturhaus der Fotografie: „Ich habe eine starke Sympathie für diese Landschaft.“ Frank Arnold liest Texte von Thomas Mann und anderen über Nidden und die Kurische Nehrung

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Mittwoch, 27. November 2019, 19 Uhr
Moderation: Thomas Böhm (radioeins: Die Literaturagenten)
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Voranmeldung über E-Mail.

Schon der Legende nach ist die Kurische Nehrung ein Refugium, ein sicherer Ort: die Riesin Neringa schüttete eine Sandbank im Meer auf, um die Menschen vor dem Zorn des Meeresgottes zu schützen.

Im Sommer 1929 kam Thomas Mann erstmals an die Kurische Nehrung: „Der Eindruck war tief. Man findet einen erstaunlich südlichen Einschlag. Das Wasser des Haffs ist im Sommer bei blauem Himmel tiefblau. Es wirkt wie das Mittelmeer. [....] man könnte glauben, in Nordafrika zu sein,“ schrieb er. Und nutzte das Geld des ihm 1929 verliehenen Literatur-Nobelpreises, um sich in Nidden ein Sommerhaus zu bauen. Sein Enkel Frido Mann erinnert sich in seinem Buch Mein Nidden, er habe sich dort „wie auf einem Schiff“ gefühlt, „das vor Anker lag – wie eine Zwischenstation in seinem politisch unruhig bewegten Leben“.

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