Das Watt / Die Kurische Nehrung, 1933 - 1937

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Die Kurische Nehrung 1934

Im Sommer 1934 begab sich Ehrhardt mit seiner Zeiss-Icon für 6 x 9cm-Negative auf Fotoexkursion in die Dünenlandschaft der Kurischen Nehrung im damaligen Ostpreußen. Nach seinem großen Erfolg mit den Fotografien des Watts organisierte der Hamburger Kunstgewerbeverein mit den dort entstandenen Fotografien im März 1937 die zweite Ausstellung unter dem Titel Wind und Sand. Wie im Jahr zuvor wurden dabei etwa 100 Aufnahmen ausgestellt. Nach der ersten Station im Essener Folkwang Museum ging auch diese Ausstellung in andere Städte Deutschlands. Im Jahr darauf erschien im Heinrich Ellermann Verlag der zugehörige Bildband Die Kurische Nehrung.

Hatte sich Ehrhadt im Watt vorwiegend auf die abstrakten Formvariationen von Sandstrukturen konzentriert, so richtete er hier seinen Blick auf die größere landschaftliche Form. Der überwiegende Teil der Aufnahmen stellt den geografischen Kontext her und interpretiert gleichzeitig die "Wesenhaftigkeit" dieser einzigartigen Dünenlandschaft aus gewaltigen, ständig in Bewegung begriffenen Sandmassen am Meer. Um die Wirkung einer Landschaft für den Betrachter erfahrbar zu machen, verwendet er häufig als Kompositionsschema eine Diagonale, die von links unten in die Bildmitte verläuft. Der Betrachterblick folgt dieser Linie in das Bildgeschehen hinein; die Landschaft wird gleichermaßen leiblich "durchwandert" und "erfahren".

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