Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Werner Schnell: ›Wie Alfred Ehrhardt um 1940 mit seinen Fotografien mittelalterliche Skulpturen in die Gegenwart holte‹

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Wichtiger und fraglos motivationsfördernd für Ehrhardt als Fotograf von Skulpturen war aber sein Interesse am bildhauerischen Material. Er fokussiert durch die Nahaufnahme die sich geschichtlich verändernde Oberflächenstruktur, so dass die Frage nahe liegt, wie weit seine Fotografien dokumentarischen Charakter haben, hinsichtlich des Objekts wie hinsichtlich der Fotografiegeschichte. Erwartungsgemäß ähneln viele der Skulpturenfotos Ehrhardts denen, die er gleichzeitig von Conchylien aufnahm. In der gleichzeitig laufenden Ausstellung „NAUTILUS – Schnecken, Muscheln und andere Mollusken in der Fotografie“ bieten diese sich zum aufschlussreichen Vergleich an.

Werner Schnell, I. Staatsexamen in Kunstpädagogik in Braunschweig, Promotion in Kunstgeschichte in Köln, Museumsassistent in Leverkusen, wiss. Assistent und Habilitation in Berlin; Vertretungsprofessuren in Bamberg, Heidelberg und Göttingen, dort dann von 1989-2009 Professor für neuere und neueste Kunstgeschichte. Forschung und Publikationen bis heute zur Malerei, Skulptur und Fotografie des 19. bis 21. Jahrhunderts.

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