Michael Najjar – Planetary Echoes

Najjars formaler und inhaltlicher Vergleich der terrestrischen Natur mit extraterrestrischen Umgebungen steht im Einklang mit dem Ausstellungsprogramm der Alfred Ehrhardt Stiftung: Die von Ehrhardt und seinen Zeitgenossen postulierten kosmischen Gesetzmäßigkeiten, die mit lebensphilosophischem Impetus begründete Kongruenz zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos, finden in Najjars Kompositionen ihren visionären Widerhall. Bei den „waves of mars“ könnte es sich ebenso gut um die Sanddünen der Kurischen Nehrung handeln, wie Ehrhardt sie fotografiert hatte. In der Arbeit „europa“ verschmelzen schließlich Gletscher der Erde mit Gletscherregionen des Jupitermondes Europa zu einer formalen Einheit.

„Wir müssen unseren existenziellen Bezugsrahmen, der bisher nur unseren Heimatplaneten einschließt, in Zukunft erweitern. Auch die Erdumlaufbahnen, Monde, andere Planeten und der Weltraum im Allgemeinen müssen mit einbezogen werden“, argumentiert der Künstler. Die Menschheit sieht sich mit zahlreichen Problemen konfrontiert, die den Lebensraum auf der Erde bedrohen. Diese reichen von Überbevölkerung, Klimawandel und sich verringernden Ressourcen bis hin zu Verknappungen bei der Versorgung mit Energie, Nahrungsmitteln und Wasser. Najjar verfolgt in seiner Arbeit die Idee, dass die Kolonisierung unseres Sonnensystems möglicherweise die einzige Chance bietet, das Überleben unserer Spezies zu gewährleisten.

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