Joachim Richau - FRAGMENT oder die Gegenwart des Zweifels

Das Leben und Arbeiten in der Abgeschiedenheit ermöglichte Richau eine Hinwendung zu sich selbst. Erst in der Kontemplation und Konzentration konnte er die Bilder zu sich finden lassen. „In Schweden war ich zu Hause in der Fremde“, beschreibt der Fotograf seine Erfahrung, „Ich war dort viel näher bei mir als je zuvor. Fern dem Vertrauten fühle ich mich wohl, bin ich ruhig. Und in der Ferne habe ich Distanz zum Gegenstand.“

Im Wort „Fragment“ klingt etwas Verletzliches, Feines, Zartes an. Eine Fragmentierung geht mit einem Bruch einher. Der Steinbruch wird somit zum Sinnbild für die Verletzlichkeit des Massiven, des scheinbar Unverrückbaren. Ebenso wie die Fragilität und Sensibilität finden auch die Brüche, derer es in seiner Biografie viele gibt, in Richaus Bildern einen Ausdruck. Für ihn ist der Bildgegenstand nicht der konkrete Steinbruch, sondern die „absolut selbstverständliche Erhabenheit und Zeitlosigkeit der Natur als Ort menschlichen Lebens“.

Das Buch FRAGMENT oder die Gegenwart des Zweifels erscheint im Kehrer Verlag.

Die Ausstellung ist Teil der Retrospektive
Joachim Richau - WERK WANDEL
Stadtgalerie Kiel 10.06. bis 03.09.2017
Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst Cottbus 03.12.2017 bis 28.01.2018
Leonhardi-Museum Dresden, Frühjahr/Sommer 2018

Mit freundlicher Unterstützung von

 

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