FOTO-AUGE FRITZ BLOCK Neue Fotografie – Moderne Farbdias

Allerdings war seiner fotografischen Karriere in Deutschland nur ein kleines Zeitfenster beschieden. Denn als Jude konnte Block seine Fotos hier ab 1933 nicht mehr publizieren (und auch als Architekt nicht mehr selbständig arbeiten). Er entschied daher, fortan nur noch auf seinen Auslandsreisen zu fotografieren: 1933 unternahm Block einen Zeppelin-Flug nach Brasilien, 1935 schuf er eine Bilderserie vom Petticoat Lane Market in London und 1938 diente ihm eine Kreuzfahrt um die Welt bereits zur Sondierung von möglichen Exilorten.

Ende 1938 emigrierte Fritz Block in die USA, wo er in Los Angeles die Fotografie zu seinem Hauptberuf machte und sich der Kodachrome-Farbfotografie zuwandte. In den 1940er Jahren produzierte und vertrieb er (in Zusammenarbeit mit dem Museum of Modern Art in New York) neuartige Farbdia-Serien mit eigenen Aufnahmen von Bauten und Interieurs der Architekturmoderne in Kalifornien sowie von Formgestaltungen in Kunst, Technik und Natur für einen zeitgemäßen Kunstunterricht in den Vereinigten Staaten – eine singuläre, bisher übersehene Einzelleistung im Bereich der Exilfotografie.

Mit ihrer Block-Ausstellung macht die Alfred Ehrhardt Stiftung das Foto-Auge eines außergewöhnlichen Fotografen wieder sichtbar.

Zur Ausstellung erscheint eine 20-seitige Broschüre mit Text in Deutsch und Englisch (Schutzgebühr € 3).

Begleitende Veranstaltungen:

Sonntag, 25. Juni 2017, 14 Uhr: Kuratorenführung
Sonntag, 20. August 2017, 14 Uhr: Kuratorenführung

 

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